<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><atom:link href="https://bag-christ-innen.antragsgruen.de/bag-christ-innen/feedmotions" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <title>Herbsttagung der BAG Christ*innen: Anträge</title>
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                <title>Herbsttagung der BAG Christ*innen: Anträge</title>
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                        <title>A3NEU2: Positionspapier &quot;Fächergruppe für alle&quot;</title>
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                        <author>BAG Christ*innen (dort beschlossen am: 22.10.2022)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unterricht in der „Fächergruppe </strong><strong>´Religion – </strong><strong>Philosophie‘ für alle“ – ein Beitrag zu Identitätsbildung und Entwicklung von Dialog- und Pluralitätsfähigkeit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Christ*innen von Bündnis 90/Die Grünen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><strong>Vorbemerkung</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ganz unterschiedliche Voraussetzungen prägen die Bedingungen des Unterrichts in den Fächern Religion und Philosophie (FN1) in den Bundesländern und Regionen Deutschlands. Insofern kann ein bundesweites Konzept nicht eine konkrete Lösung für alle Gegebenheiten festschreiben, aber es kann einen machbaren organisatorischen Rahmen und vor allem auch eine zukunftsträchtige Zielorientierung entwerfen, welche ein wesentliches gemeinsames Merkmal aufgreift: Unsere Gesellschaft ist vor allem in den letzten 50 Jahren deutlich pluraler geworden und Offenheit und Respekt für unterschiedliche Lebensentwürfe und Weltsichten, nicht-religiöse und religiöse, sind spätestens in der modernen, pluralen globalisierten Welt eine unverzichtbare Voraussetzung für Freiheit, sozialen Frieden und Gerechtigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland nimmt insbesondere unter jungen Menschen die religiöse und weltanschauliche Vielfalt zu. Ursachen hierfür sind vor allem die hohe Zahl an Kirchenaustritten, die dadurch mit bedingte wachsende Anzahl konfessionsfreier Menschen sowie die vermehrte Migration aus anderen Gesellschaften. Mit ihren unterschiedlichen Religionen, Ethiken und Kulturen treffen Menschen in unserer Gesellschaft teilweise mit viel Unverständnis oder sogar Unversöhnlichkeit in direkter Konfrontation, aber auch in den Echokammern der sozialen Netzwerke aufeinander.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Austausch und Reflexion über individuelle Selbstverständnisse und ethische Grundsätze unseres gesellschaftlichen Miteinanders sind notwendig, um Verständnis füreinander und wechselseitigen Respekt sowie Ideologie- und Fundamentalismusprävention zu fördern. Deshalb brauchen Dialog und Begegnung mehr Raum und Zeit in der Schule, wozu auch die Fächer Religion und Ethik / Philosophie einen noch stärkeren Beitrag leisten können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir suchen daher nach Wegen, um die genannten Einzelfächer in einer „Fächergruppe &#039;Religion - Philosophie&#039; für alle“ (FN2) zu organisieren, in der phasenweise die jeweiligen Prägungen und Besonderheiten der Fächer gewahrt bleiben und zugleich ein dialogisches Lernen im Miteinander und in der Begegnung integriert wird (siehe unten).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><strong>Ziels</strong></span><span class="underline"><strong>etzung</strong></span><span class="underline"><strong>en</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Religiöse Bildung in der Schule als öffentlichem Raum und für alle Schüler*innen ist vor dem Hintergrund unserer pluralen Gesellschaft notwendig zur Stärkung unseres gesellschaftlichen Miteinanders. Angesichts der Herausforderungen unserer Gegenwart brauchen Schüler*innen in der Schule Zeit und Raum für das Erlernen eines echten Dialogs über weltsichtbezogene Fragen und über Fragen des Miteinanders bei aller Verschiedenheit von Weltanschauungen und Religionen. Eine „Fächergruppe ‚Religion - Philosophie‘ für alle“ gewährt im öffentlichen Raum der Schule die Erfahrung der Vielfalt an Religionen und Weltanschauungen in unserer immer pluraler werdenden Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Religionsunterrichte innerhalb der Fächergruppe kommen dieser Aufgabe in spezifischer Weise nach, weil sie eine existenzielle Auseinandersetzung aus einer konkreten Religion heraus eröffnen (Art. 7.3 GG). Der Philosophie- / Ethik-Unterricht kommt dieser Aufgabe in spezifischer Weise nach, indem er primär nicht religiös geprägte Positionen und Haltungen zu Fragen der Existenz und des menschlichen Miteinanders in den Diskurs einbringt. Die unsere heterogene Gesellschaft widerspiegelnde „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie‘ für alle“ eröffnet darüber hinaus gemeinsame Lernräume, die es in monoreligiösen und getrennten Lerngruppen so nicht gibt. Entsprechende Lernarrangements der Fächergruppe unterstützen so die Suchbewegungen der Schüler*innen nach Sinn und Werten und vermitteln Orientierungen in der Vielfalt gegenwärtiger Sinnangebote und ethischer Handlungsoptionen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Von daher ist es für unsere Gesellschaft wünschenswert, dass die Schüler*innen gerade in Bezug auf die Grundfragen menschlicher Existenz in qualifiziert-dialogischen Lehr-Lern-Arrangements gemeinsam entsprechende Dialogkompetenzen und Pluralitätsfähigkeiten erwerben können und dort ihre eigenen religiösen und/oder weltanschaulichen Positionsbestimmungen reflektieren, festigen, weiterentwickeln oder auch neu bestimmen können. In diesem Sinne ist ein solcher gemeinsamer Unterricht auch ein Beitrag zur reflektierten Identitätsfindung der Schüler*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der religiös-bekenntnisgebundene Unterricht in der „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie’ für alle“ wahrt dabei nach Art. 7.3 GG die positive wie auch die negative Religionsfreiheit, sofern einerseits das Recht auf positionelle Bildung in religiösen Fragen bestehen bleibt und andererseits das Recht der religionsmündigen Schüler*innen bzw. ihrer Eltern angewandt werden kann, Schüler*innen vom Religionsunterricht abzumelden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><strong>„Fächergruppe </strong></span><span class="underline"><strong>´Religion - Philosophie</strong></span><span class="underline"><strong>´</strong></span><strong>für alle“ </strong><span class="underline"><strong>mit modularem Aufbau</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die beste Lösung für die religions- und weltanschauungsbezogene Bildung von morgen ist unserer Meinung nach die inhaltlich-curriculare Konzeption und flächendeckende Einführung einer „Fächergruppe ‚Religion - Philosophie‘ für alle“. Diese Fächergruppe ist bestimmt und geprägt durch enge inhaltliche und organisatorische Vernetzungen der beteiligten Fächer und durch ein zusätzliches gemeinsames Modul &quot;Weltsichten im Dialog&quot;, das es neu zu entwickeln gilt und für das die Religions- und Philosophielehrkräfte gesondert zu schulen sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>An einer vierzügigen Schule, an der es beispielsweise Lehrer*innen für katholische, evangelische (oder christlich-kooperative) und muslimische Religionslehre sowie für Ethik / Philosophie gibt (konfessioneller Religionsunterricht für Minderheiten, z.B. jüdische Religionslehre, könnte überregional in digitalen bzw. hybriden Unterrichtsformen organisiert sein), erstellt eine gemeinsame Fachschaft ein Schulcurriculum mit Themen für die Jahrgangsstufen und Halbjahre. Dies geschieht auf der Basis von entsprechend auszurichtenden Rahmenlehrplänen oder Bildungsplänen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Schüler*innen besuchen beispielsweise im ersten Quartal den Unterricht in den klassischen Modulen der Fächergruppe und erarbeiten ihre eigenen Religions- bzw. Weltanschauungsperspektiven zu den vereinbarten Themen. Im zweiten Quartal reflektieren die Schüler*innen im Klassenverband in dem Integrationsmodul die Perspektiven und Ergebnisse aus der ersten Phase, erarbeiten weitergehende Aspekte, Wertungen und Haltungen des jeweiligen Themas und entwickeln daraus auch mitunter gemeinsame Projekte. Dieses neue Integrationsmodul ist kein Unterricht nach Art. 7.3 GG, auch wenn es von denselben Lehrkräften unterrichtet wird, die zuvor allerdings eine Weiterbildung für dieses Modul durchlaufen haben. So kann eine Klasse im zweiten Quartal den Unterricht im Integrationsmodul zum Beispiel mit dem Ethiklehrer, im vierten Quartal mit der muslimischen Religionslehrerin und im nächsten Schuljahr wiederum bei anderen Lehrkräften aus der Fächergruppe haben, je nach organisatorischen und pädagogischen schulinternen Überlegungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine solche „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie‘ für alle“ ist als pädagogische Neuerung ein Gewinn für die Schüler*innen und damit für unsere Gesellschaft, die allerdings auch ihren Preis hat: Für die Religionsgemeinschaften als bislang je alleinigen “Trägern“ des bekenntnisgebundenen Religionsunterrichts bedeutet die „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie‘ für alle“ eine Minderung „ihrer“ Religionsstunden um den Umfang des Integrationsmoduls. Für die Befürworter*innen einer reinen Religionskunde bedeutet die „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie‘ für alle“ die curricular bestimmte Auseinandersetzung mit religiösen Perspektiven im Integrationsmodul, in dem auch speziell für das Integrationsmodul geschulte Religionslehrkräfte zum Einsatz kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fußnote 1: Mit dem Terminus „Philosophie“ sind in diesem Positionspapier die jeweiligen alternativen Fächer zum Religionsunterricht in denjenigen Bundesländern, in denen Religionsunterricht nach Art. 7,3 GG erteilt wird, benannt:<br>
„Ethik“: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Thüringen; „Ethik-Unterricht“: Sachsen-Anhalt; „Allgemeine Ethik“: Saarland<br>
„Philosophie“: Hamburg, Schleswig-Holstein;<br>
„Philosophie / Philosophieren mit Kindern“: Mecklenburg-Vorpommern;<br>
„Praktische Philosophie“: Nordrhein-Westfalen;<br>
„Werte und Normen“: Niedersachsen.<br><br>
Fußnote 2: Der Begriff der Fächergruppe geht zurück auf die EKD-Denkschrift „Identität und Verständigung“ (1994; s. besonders S.73-81), in der die EKD „den bildungstheoretischen Rang dieser Fächergruppe als Pflichtbereich unterstreicht“ (34). Im Jahr 2006 hat die EKD in ihrer Denkschrift „Religiöse Orientierung gewinnen“ die Idee der Fächergruppe weiter ausgeführt.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 06 Nov 2022 16:46:32 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A3NEU: Positionspapier &quot;Fächergruppe für alle&quot;</title>
                        <link>https://bag-christ-innen.antragsgruen.de/bag-christ-innen/motion/52170</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://bag-christ-innen.antragsgruen.de/bag-christ-innen/motion/52170</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unterricht in der „Fächergruppe </strong><strong>´Religion – </strong><strong>Philosophie‘ für alle“ – ein Beitrag zu Identitätsbildung und Entwicklung von Dialog- und Pluralitätsfähigkeit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Christ*innen von Bündnis 90/Die Grünen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><strong>Vorbemerkung</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ganz unterschiedliche Voraussetzungen prägen die Bedingungen des Unterrichts in den Fächern Religion und Philosophie (FN1) in den Bundesländern und Regionen Deutschlands. Insofern kann ein bundesweites Konzept nicht eine konkrete Lösung für alle Gegebenheiten festschreiben, aber es kann einen machbaren organisatorischen Rahmen und vor allem auch eine zukunftsträchtige Zielorientierung entwerfen, welche ein wesentliches gemeinsames Merkmal aufgreift: Unsere Gesellschaft ist vor allem in den letzten 50 Jahren deutlich pluraler geworden und Offenheit und Respekt für unterschiedliche Lebensentwürfe und Weltsichten, nicht-religiöse und religiöse, sind spätestens in der modernen, pluralen globalisierten Welt eine unverzichtbare Voraussetzung für Freiheit, sozialen Frieden und Gerechtigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland nimmt insbesondere unter jungen Menschen die religiöse und weltanschauliche Vielfalt zu. Ursache hierfür ist die hohe Zahl an Kirchenaustritten, die wachsende Anzahl konfessionsfreier Menschen sowie die vermehrte Migration aus anderen Gesellschaften mit ihren Religionen, Ethiken und Kulturen treffen in unserer Gesellschaft teilweise mit viel Unverständnis oder sogar Unversöhnlichkeit in der direkten Konfrontation, aber auch in den Echokammern der sozialen Netzwerke aufeinander.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Austausch und Reflexion über individuelle Selbstverständnisse und ethische Grundsätze unseres gesellschaftlichen Miteinanders sind notwendig, um Verständnis füreinander und wechselseitigen Respekt sowie Ideologie- und Fundamentalismusprävention zu fördern. Deshalb brauchen Dialog und Begegnung mehr Raum und Zeit in der Schule, wozu auch die Fächer Religion und Ethik / Philosophie einen noch stärkeren Beitrag leisten können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir suchen daher nach Wegen, um die genannten Einzelfächer in einer „Fächergruppe &#039;Religion - Philosophie&#039; für alle“ (FN2) zu organisieren, in der phasenweise die jeweiligen Prägungen und Besonderheiten der Fächer gewahrt bleiben und zugleich ein dialogisches Lernen im Miteinander und in der Begegnung integriert wird (siehe unten).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><strong>Ziels</strong></span><span class="underline"><strong>etzung</strong></span><span class="underline"><strong>en</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Religiöse Bildung in der Schule als öffentlichem Raum und für alle Schüler*innen ist vor dem Hintergrund unserer pluralen Gesellschaft notwendig zur Stärkung unseres gesellschaftlichen Miteinanders. Angesichts der Herausforderungen unserer Gegenwart brauchen Schüler*innen in der Schule Zeit und Raum für das Erlernen eines echten Dialogs über weltsichtbezogene Fragen und über Fragen des Miteinanders bei aller Verschiedenheit von Weltanschauungen und Religionen. Eine „Fächergruppe ‚Religion - Philosophie‘ für alle“ gewährt im öffentlichen Raum der Schule die Erfahrung der Vielfalt an Religionen und Weltanschauungen in unserer immer pluraler werdenden Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Religionsunterrichte innerhalb der Fächergruppe kommen dieser Aufgabe in spezifischer Weise nach, weil sie eine existenzielle Auseinandersetzung aus einer konkreten Religion heraus eröffnen (Art. 7.3 GG). Der Philosophie- / Ethik-Unterricht kommt dieser Aufgabe in spezifischer Weise nach, indem er primär nicht religiös geprägte Positionen und Haltungen zu Fragen der Existenz und des menschlichen Miteinanders in den Diskurs einbringt. Die unsere heterogene Gesellschaft widerspiegelnde „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie‘ für alle“ eröffnet darüber hinaus gemeinsame Lernräume, die es in monoreligiösen und getrennten Lerngruppen so nicht gibt. Entsprechende Lernarrangements der Fächergruppe unterstützen so die Suchbewegungen der Schüler*innen nach Sinn und Werten und vermitteln Orientierungen in der Vielfalt gegenwärtiger Sinnangebote und ethischer Handlungsoptionen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Von daher ist es für unsere Gesellschaft wünschenswert, dass die Schüler*innen gerade in Bezug auf die Grundfragen menschlicher Existenz in qualifiziert-dialogischen Lehr-Lern-Arrangements gemeinsam entsprechende Dialogkompetenzen und Pluralitätsfähigkeiten erwerben können und dort ihre eigenen religiösen und/oder weltanschaulichen Positionsbestimmungen reflektieren, festigen, weiterentwickeln oder auch neu bestimmen können. In diesem Sinne ist ein solcher gemeinsamer Unterricht auch ein Beitrag zur reflektierten Identitätsfindung der Schüler*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Ziele einer Fächergruppe hat auch die Evangelische Kirche Deutschlands bereits 2014 in ihrer Denkschrift „Religiöse Orientierung gewinnen“ für den evangelischen Religionsunterricht wie folgt ausgedrückt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>&quot;Eine zentrale Aufgabe der </em><em>Schule</em><em> bei der an Gemeinsamkeiten und Unterschieden orientierten Auseinandersetzung mit religiöser und weltanschaulicher Vielfalt ist es, ein grundlegendes Wissen über Religionen und Weltanschauungen zu vermitteln. [...]</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Darüber </em><em>hinaus müssen Schülerinnen und Schüler aber auch die Möglichkeit haben, religiöse und weltanschauliche Praxis anschaulich zu erfahren, sich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede auszutauschen und angemessene Begegnungs- und Verständigungsformen einzuüben. </em><em>Erst in diesen mehrperspektivischen Zugangsweisen können Kinder und Jugendliche diejenigen Kompetenzen entwickeln, die für den Umgang mit dem Fremden erforderlich sind.</em>“ (S.114)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>„Deshalb gibt es keine Alternative dazu, beide Aufgaben zugleich wahrzunehme</em><em>n, die Unterstützung von religiöser [und weltanschaulicher] Identitätsbildung und von Pluralitätsfähigkeit. </em><em><strong>Identität und Verständigung bezeichnen einen Prozess, der als Zusammenhang wahrgenommen werden muss</strong></em><em>.&quot; (</em><em>Erg.u.Herv.d</em><em>.d.Hg</em><em>., </em><em>S.45)</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der religiös-bekenntnisgebundene Unterricht in der „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie’ für alle“ wahrt dabei nach Art. 7.3 GG die positive wie auch die negative Religionsfreiheit, sofern einerseits das Recht auf positionelle Bildung in religiösen Fragen bestehen bleibt und andererseits das Recht der religionsmündigen Schüler*innen bzw. ihrer Eltern angewandt werden kann, Schüler*innen vom Religionsunterricht abzumelden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><strong>„Fächergruppe </strong></span><span class="underline"><strong>´Religion - Philosophie</strong></span><span class="underline"><strong>´</strong></span><strong>für alle“ </strong><span class="underline"><strong>mit modularem Aufbau</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die beste Lösung für die religions- und weltanschauungsbezogene Bildung von morgen ist unserer Meinung nach die inhaltlich-curriculare Konzeption und flächendeckende Einführung einer „Fächergruppe ‚Religion - Philosophie‘ für alle“. Diese Fächergruppe ist bestimmt und geprägt durch enge inhaltliche und organisatorische Vernetzungen der beteiligten Fächer und durch ein zusätzliches gemeinsames Modul &quot;Weltsichten im Dialog&quot;, das es neu zu entwickeln gilt und für das die Religions- und Philosophielehrkräfte gesondert zu schulen sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>An einer vierzügigen Schule, an der es beispielsweise Lehrer*innen für katholische, evangelische (oder christlich-kooperative) und muslimische Religionslehre sowie für Ethik / Philosophie gibt (konfessioneller Religionsunterricht für Minderheiten, z.B. jüdische Religionslehre, könnte überregional in digitalen bzw. hybriden Unterrichtsformen organisiert sein), erstellt eine gemeinsame Fachschaft ein Schulcurriculum mit Themen für die Jahrgangsstufen und Halbjahre. Dies geschieht auf der Basis von entsprechend auszurichtenden Rahmenlehrplänen oder Bildungsplänen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Schüler*innen besuchen beispielsweise im ersten Quartal den Unterricht in den klassischen Modulen der Fächergruppe und erarbeiten ihre eigenen Religions- bzw. Weltanschauungsperspektiven zu den vereinbarten Themen. Im zweiten Quartal reflektieren die Schüler*innen im Klassenverband in dem Integrationsmodul die Perspektiven und Ergebnisse aus der ersten Phase, erarbeiten weitergehende Aspekte, Wertungen und Haltungen des jeweiligen Themas und entwickeln daraus auch mitunter gemeinsame Projekte. Dieses neue Integrationsmodul ist kein Unterricht nach Art. 7.3 GG, auch wenn es von denselben Lehrkräften unterrichtet wird, die zuvor allerdings eine Weiterbildung für dieses Modul durchlaufen haben. So kann eine Klasse im zweiten Quartal den Unterricht im Integrationsmodul zum Beispiel mit dem Ethiklehrer, im vierten Quartal mit der muslimischen Religionslehrerin und im nächsten Schuljahr wiederum bei anderen Lehrkräften aus der Fächergruppe haben, je nach organisatorischen und pädagogischen schulinternen Überlegungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine solche „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie‘ für alle“ ist als pädagogische Neuerung ein Gewinn für die Schüler*innen und damit für unsere Gesellschaft, die allerdings auch ihren Preis hat: Für die Religionsgemeinschaften als bislang je alleinigen “Trägern“ des bekenntnisgebundenen Religionsunterrichts bedeutet die „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie‘ für alle“ eine Minderung „ihrer“ Religionsstunden um den Umfang des Integrationsmoduls. Für die Befürworter*innen einer reinen Religionskunde bedeutet die „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie‘ für alle“ die curricular bestimmte Auseinandersetzung mit religiösen Perspektiven im Integrationsmodul, in dem auch speziell für das Integrationsmodul geschulte Religionslehrkräfte zum Einsatz kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fußnote 1: <a href="_ftnref1">Mit dem Terminus „Philosophie“ sind in diesem Positionspapier die jeweiligen alternativen Fächer zum Religionsunterricht in den einzelnen Bundesländern benannt: „Praktische Philosophie“ (NRW), „Ethik“ (Baden-Württemberg; Bayern; Berlin; Hamburg; Hessen; Rheinland-Pfalz; Sachsen; Thüringen), „Ethikunterricht“ (Sachsen-Anhalt, ...), „Werte und Normen“ (Niedersachsen), „Philosophie“ (Bremen; Hamburg; Schleswig-Holstein), „Allgemeine Ethik“ (Saarland); „Philosophieren mit Kindern“ (Mecklenburg-Vorpommern). </a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="_ftnref2">Fußnote 2: Der Begriff der „Fächergruppe“ geht zurück auf die EKD-Denkschrift „Identität und Verständigung“ (bes. S. 73-81), in der die EKD den „bildungstheoretischen Rang dieser Fächergruppe als Pflichtbereich unterstreicht“ (34): Identität und Verständigung. Standort und Perspektiven des Religionsunterrichts in der Pluralität (EKD-Denkschrift), Gütersloh 1994.</a></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 30 Oct 2022 20:15:49 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1NEU: Positionspapier zum Selbstverständnis der BAG</title>
                        <link>https://bag-christ-innen.antragsgruen.de/bag-christ-innen/positionspapier-zum-selbstverstandnis-der-bag-40832</link>
                        <author>BAG Christ*innen (dort beschlossen am: 22.10.2022)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bundesarbeitsgemeinschaft Christ:innen bei</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bündnis 90 / Die Grünen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ein Positionspapier zum Selbstverständnis </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>in ökumenischer und interreligiöser Weite</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><em>Unsere Wurzeln</em></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) engagieren sich kritische Christ*innen innerhalb der Partei Bündnis 90 / Die Grünen und Personen, die anderen Religionsgemeinschaften angehören oder die selbst nicht konfessionell gebunden sind. Die Arbeit unserer BAG begann in den 1980er Jahren aus der Tradition der Evangelischen Kirchentage und katholischer Lai*innenbewegungen heraus mit dem Ziel, das christliche Potential für die politische Arbeit in der Gesellschaft und innerhalb der Partei ökumenisch fruchtbar zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir beteiligen uns an der Entwicklung inhaltlicher Konzepte und Strategien grüner Politik, d.h. wir leisten unseren Beitrag zur programmatischen Arbeit der Partei, erschließen Fachwissen, leisten Netzwerkarbeit, insbesondere bei Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften, Verbänden, Initiativen und wissenschaftlichen Institutionen und wirken beim Ansprechen von Zielgruppen mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><em>Unsere</em></strong><em><strong> Motivation</strong></em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Denken und Handeln in Gesellschaft und Politik ist geprägt und motiviert von der Verantwortung gegenüber Gott, den Menschen und der Welt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In all dem wissen wir uns verbunden mit den Transzendenzerfahrungen und dem Weltverantwortungsbewusstsein unserer jüdischen und muslimischen Geschwister sowie mit anderen religiösen und religionsfreundlich orientierten Menschen in unserer Partei und über diese hinaus. Gemeinsam mit vielen Menschen aus allen Religionen sind wir davon überzeugt, dass ein aufgeklärt-rationales Glaubensverständnis unsere politische Arbeit profiliert und für unsere Partei und unsere Gesellschaft ein Gewinn ist. Unsere Überzeugungen und unser Denken finden ihren wissenschaftlichen Rückhalt auch in einer zeitgemäßen Theologie, die historisch-kritisch, feministisch, interreligiös und dialogisch ausgerichtet ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir betonen die <em>Verantwortung</em> unseres Denkens und Handelns für alles Leben, alle Mitmenschen und unsere ganze Mitwelt. Diese Verantwortung befreit aus selbstbezogenen Egoismen und eröffnet Optionen <em>für ein solidarisches Handeln</em> gegenüber allen Mitmenschen, allen Lebewesen und der gesamten Mitwelt. Wir erachten jedes Leben als schützenswert und treten ein für eine Politik, die das Lebensrecht jedes Lebens inmitten anderen Lebens achtet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir nehmen Vielfalt als Gegebenheit des Lebens wahr und verstehen die religiöse, kulturelle, sexuelle und andere <em>Diversität</em> als Bereicherung für den Einzelnen, für die Gesellschaft sowie für die Staaten- und Weltgemeinschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir treten ein für eine unbedingte Wahrung der <em>Menschenwürde</em> in Form der Nächstenliebe und der allgemeinen Menschenrechte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir unterstützen die Idee der „Feindesliebe“, die wir als stetes Bemühen deuten, auch die Perspektive derer, mit denen wir politisch ringen, in ihrer Eigensicht wahrnehmen zu wollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir engagieren uns für den <em>Dialog der Religionen</em>, der Wege friedlicher Koexistenz über innere und äußere Grenzen hinweg als Beitrag für eine friedlichere Welt eröffnet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir verstehen <em>Gerechtigkeit</em> als Recht auf Teilhabe aller an natürlichen Ressourcen sowie auf Teilnahme aller am gesellschaftlichen Leben in der einen Welt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><em>Unsere Themen</em></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Da Religion ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens und Diskurses ist, diskutiert die BAG Christ*innen die religiös fundierten Werte unserer kulturell und religiös-weltanschaulich vielfältigen Gesellschaft, in unserem Land, europäisch und weltweit, und entwickelt sie im Blick auf politische Handlungsfelder weiter.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In diesem Sinne fördern wir Diskurse zu wichtigen Themen innerhalb der Partei, wie z.B.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zur Friedenspolitik (z.B. Sicherheit neu denken, Ächtung von Atomwaffen, …),</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zur Religionspolitik als Vielfaltspolitik (z.B. Grundrechtsfragen, Antidiskriminierungsfragen, …),</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zur interreligiösen und multireligiösen Verständigung in der Gesellschaft (z.B. Interreligiöses Lernen, Religionsunterricht für alle, …),</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zur Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsethik (z.B. Postwachstumsökonomie, Gemeinwohlökonomie, …),</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zu gesellschaftsrelevanten ethischen Fragen (z.B. Sterbehilfe, Organtransplantation, Agrogentechnik, Gentechnik, Schwangerschaftsabbruch…),</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zum Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften (z.B. Ablösung der Staatsleistungen, kirchliches Arbeitsrecht, Religionsunterricht, Kirchensteuer, Perspektiven für ein modernes Religionsverfassungsrecht, …).</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><em>Unsere Struktur und Kooperationspartner*innen</em></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die BAG Christ*innen setzt sich aus Delegierten aus den Landesverbänden, der Grünen Jugend, der Delegierten aus den Landtagsfraktionen, der Bundestagsfraktion, der Fraktion im Europäischen Parlament und des Bundesvorstands sowie berufenen kooptierten Mitgliedern zusammen und tagt mindestens zweimal jährlich. Gäste sind willkommen. Themen werden auch in Untergruppen bearbeitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir suchen kontinuierlich den Kontakt mit Vertreter*innen der Kirchen und Religionsgemeinschaften und nehmen regelmäßig u.a. an evangelischen Kirchentagen, Katholikentagen und anderen öffentlichen Diskursprozessen teil. Wir betreiben Netzwerkarbeit, um in der Partei je aktuell das Nachdenken über die ethischen Grundlagen politischen Handelns anzustoßen und für ein zivilgesellschaftliches Engagement zu werben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir verfassen Positionspapiere sowie Anträge, organisieren Fachveranstaltungen sowie Tagungen und engagieren uns in interreligiösen Diskursen sowie gesellschaftlich-politischen Diskussionen. Wir versuchen in diesem Sinne progressiv-religiöse Menschen in Deutschland (und Europa) zusammenzuführen. Wir sehen uns dabei in Ablehnung fundamentalistischer und gewaltbereiter Positionen konsequent der Förderung von Demokratie und der Sicherung von Frieden verpflichtet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir arbeiten bei Themen, die nicht die Religionspolitik alleine betreffen oder ethische Aspekte beinhalten, eng mit den jeweils zuständigen anderen Bundesarbeitsgemeinschaften zusammen (z.B. BAG Bildung. BAG Frieden und Internationales, BAG Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, …). Seit 2016 arbeiten wir in einer Dachstruktur mit der BAG Säkulare Grüne zusammen, z.B. bei Fragen des Religionsverfassungsrechts. Seit 2019 unterstützen wir verstärkt interreligiöse Formate, v.a. mit Muslim*innen und Jüdinnen und Juden in der Partei. Seit 2021 beteiligen wir uns am europäischen Netzwerk „European Green Progressive Interfaith Coalition“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Weitere Informationen unter: </em><a href="http://www.gruene-bag-christinnen.de"><em>www.gruene-bag-christinnen.de</em></a></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 30 Oct 2022 20:04:43 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A3: Positionspapier &quot;Fächergruppe für alle&quot;</title>
                        <link>https://bag-christ-innen.antragsgruen.de/bag-christ-innen/motion/51832</link>
                        <author>Schreibgruppe des Koordinierungskreises zum Thema RU (dort beschlossen am: 19.11.2022)</author>
                        <guid>https://bag-christ-innen.antragsgruen.de/bag-christ-innen/motion/51832</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unterricht in der „Fächergruppe </strong><strong>´Religion – </strong><strong>Philosophie‘ für alle“ – ein Beitrag zu Identitätsbildung und Entwicklung von Dialog- und Pluralitätsfähigkeit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Christ*innen von Bündnis 90/Die Grünen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><strong>Vorbemerkung</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ganz unterschiedliche Voraussetzungen prägen die Bedingungen des Unterrichts in den Fächern Religion und Philosophie (FN1) in den Bundesländern und Regionen Deutschlands. Insofern kann ein bundesweites Konzept nicht eine konkrete Lösung für alle Gegebenheiten festschreiben, aber es kann einen machbaren organisatorischen Rahmen und vor allem auch eine zukunftsträchtige Zielorientierung entwerfen, welche ein wesentliches gemeinsames Merkmal aufgreift: Unsere Gesellschaft ist vor allem in den letzten 50 Jahren deutlich pluraler geworden und Offenheit und Respekt für unterschiedliche Lebensentwürfe und Weltsichten, nicht-religiöse und religiöse, sind spätestens in der modernen, pluralen globalisierten Welt eine unverzichtbare Voraussetzung für Freiheit, sozialen Frieden und Gerechtigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland nimmt insbesondere unter jungen Menschen die religiöse und weltanschauliche Vielfalt zu. Ursache hierfür ist die hohe Zahl an Kirchenaustritten, die entsprechend wachsende Anzahl konfessionsfreier Menschen sowie der vermehrte Migrationszustrom aus anderen Kulturen. Die unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen mit ihren jeweiligen Ethiken und Kulturen treffen in unserer Gesellschaft teilweise mit viel Unverständnis oder sogar Unversöhnlichkeit in der direkten Konfrontation, aber auch in den Echokammern der sozialen Netzwerke aufeinander.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Austausch und Reflexion über individuelle Selbstverständnisse und ethische Grundsätze unseres gesellschaftlichen Miteinanders sind notwendig, um Verständnis füreinander und wechselseitigen Respekt zu fördern. Deshalb brauchen Dialog und Begegnung mehr Raum und Zeit in der Schule, wozu auch die Fächer Religion und Ethik / Philosophie einen noch stärkeren Beitrag leisten können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir suchen daher nach Wegen, um die genannten Einzelfächer in einer „Fächergruppe &#039;Religion - Philosophie&#039; für alle“ (FN2) zu organisieren, in der phasenweise die jeweiligen Prägungen und Besonderheiten der Fächer gewahrt bleiben und zugleich ein dialogisches Lernen im Miteinander und in der Begegnung integriert wird (siehe unten).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><strong>Ziels</strong></span><span class="underline"><strong>etzung</strong></span><span class="underline"><strong>en</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Religiöse Bildung in der Schule als öffentlichem Raum und für alle Schüler*innen ist vor dem Hintergrund unserer pluralen Gesellschaft notwendig zur Stärkung unseres gesellschaftlichen Miteinanders. Angesichts der Herausforderungen unserer Gegenwart brauchen Schüler*innen in der Schule Zeit und Raum für das Erlernen eines echten Dialogs über weltsichtbezogene Fragen und über Fragen des Miteinanders bei aller Verschiedenheit von Weltanschauungen und Religionen. Eine „Fächergruppe ‚Religion - Philosophie‘ für alle“ gewährt im öffentlichen Raum der Schule die Erfahrung der bunten Vielfalt an Religionen und Weltanschauungen in unserer immer pluralistischer werdenden Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Religionsunterrichte innerhalb der Fächergruppe kommen dieser Aufgabe in spezifischer Weise nach, weil sie eine existenzielle Auseinandersetzung aus einer konkreten Religion heraus eröffnen (Art. 7.3 GG). Der Philosophie- / Ethik-Unterricht kommt dieser Aufgabe in spezifischer Weise nach, indem er primär nicht religiös geprägte Positionen und Haltungen zu Fragen der Existenz und des menschlichen Miteinanders in den Diskurs einbringt. Die unsere heterogene Gesellschaft widerspiegelnde „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie‘ für alle“ eröffnet darüber hinaus gemeinsame Lernräume, die es in monoreligiösen und getrennten Lerngruppen so nicht gibt. Entsprechende Lernarrangements der Fächergruppe unterstützen so die Suchbewegungen der Schüler*innen nach Sinn und Werten und vermitteln Orientierungen in der Vielfalt gegenwärtiger Sinnangebote und ethischer Handlungsoptionen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Von daher ist es für unsere Gesellschaft wünschenswert, dass die Schüler*innen gerade in Bezug auf die Grundfragen menschlicher Existenz in qualifiziert-dialogischen Lehr-Lern-Arrangements gemeinsam entsprechende Dialogkompetenzen und Pluralitätsfähigkeiten erwerben können und dort ihre eigenen religiösen und/oder weltanschaulichen Positionsbestimmungen reflektieren, festigen, weiterentwickeln oder auch neu bestimmen können. In diesem Sinne ist ein solcher gemeinsamer Unterricht auch ein Beitrag zur reflektierten Identitätsfindung der Schüler*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Ziele einer Fächergruppe hat auch die Evangelische Kirche Deutschlands bereits 2014 in ihrer Denkschrift „Religiöse Orientierung gewinnen“ für den evangelischen Religionsunterricht wie folgt ausgedrückt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>&quot;Eine zentrale Aufgabe der </em><em>Schule</em><em> bei der an Gemeinsamkeiten und Unterschieden orientierten Auseinandersetzung mit religiöser und weltanschaulicher Vielfalt ist es, ein grundlegendes Wissen über Religionen und Weltanschauungen zu vermitteln. [...]</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Darüber </em><em>hinaus müssen Schülerinnen und Schüler aber auch die Möglichkeit haben, religiöse und weltanschauliche Praxis anschaulich zu erfahren, sich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede auszutauschen und angemessene Begegnungs- und Verständigungsformen einzuüben. </em><em>Erst in diesen mehrperspektivischen Zugangsweisen können Kinder und Jugendliche diejenigen Kompetenzen entwickeln, die für den Umgang mit dem Fremden erforderlich sind.</em>“ (S.114)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>„Deshalb gibt es keine Alternative dazu, beide Aufgaben zugleich wahrzunehme</em><em>n, die Unterstützung von religiöser [und weltanschaulicher] Identitätsbildung und von Pluralitätsfähigkeit. </em><em><strong>Identität und Verständigung bezeichnen einen Prozess, der als Zusammenhang wahrgenommen werden muss</strong></em><em>.&quot; (</em><em>Erg.u.Herv.d</em><em>.d.Hg</em><em>., </em><em>S.45)</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der religiös-bekenntnisgebundene Unterricht in der „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie’ für alle“ wahrt dabei nach Art. 7.3 GG die positive wie auch die negative Religionsfreiheit, sofern einerseits das Recht auf positionelle Bildung in religiösen Fragen bestehen bleibt und andererseits das Recht der religionsmündigen Schüler*innen bzw. ihrer Eltern angewandt werden kann, Schüler*innen vom Religionsunterricht abzumelden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><strong>„Fächergruppe </strong></span><span class="underline"><strong>´Religion - Philosophie</strong></span><span class="underline"><strong>´</strong></span><span class="underline"></span><span class="underline"><strong>für alle“ </strong></span><span class="underline"><strong>mit modularem Aufbau</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die beste Lösung für die religions- und weltanschauungsbezogene Bildung von morgen ist unserer Meinung nach die inhaltlich-curriculare Konzeption und flächendeckende Einführung einer „Fächergruppe ‚Religion - Philosophie ‘ für alle“. Diese Fächergruppe ist bestimmt und geprägt durch enge inhaltliche und organisatorische Vernetzungen der beteiligten Fächer und durch ein zusätzliches gemeinsames Modul &quot;Weltsichten im Dialog&quot;, das es neu zu entwickeln gilt und für das die Religions- und Philosophielehrkräfte gesondert zu schulen sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>An einer vierzügigen Schule, an der es beispielsweise Lehrer*innen für katholische, evangelische (oder christlich-kooperative) und muslimische Religionslehre sowie für Ethik / Philosophie gibt (konfessioneller Religionsunterricht für Minderheiten, z.B. jüdische Religionslehre, könnte überregional in digitalen bzw. hybriden Unterrichtsformen organisiert sein), erstellt eine gemeinsame Fachschaft ein Schulcurriculum mit Themen für die Jahrgangsstufen und Halbjahre. Dies geschieht auf der Basis von entsprechend auszurichtenden Rahmenlehrplänen oder Bildungsplänen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Schüler*innen besuchen beispielsweise im ersten Quartal den Unterricht in den klassischen Modulen der Fächergruppe und erarbeiten ihre eigenen Religions- bzw. Weltanschauungsperspektiven zu den vereinbarten Themen. Im zweiten Quartal reflektieren die Schüler*innen im Klassenverband in dem Integrationsmodul die Perspektiven und Ergebnisse aus der ersten Phase, erarbeiten weitergehende Aspekte, Wertungen und Haltungen des jeweiligen Themas und entwickeln daraus auch mitunter gemeinsame Projekte. Dieses neue Integrationsmodul ist kein Unterricht nach Art. 7.3 GG, auch wenn es von denselben Lehrkräften unterrichtet wird, die zuvor allerdings eine Weiterbildung für dieses Modul durchlaufen haben. So kann eine Klasse im zweiten Quartal den Unterricht im Integrationsmodul zum Beispiel mit dem Ethiklehrer, im vierten Quartal mit der muslimischen Religionslehrerin und im nächsten Schuljahr wiederum bei anderen Lehrkräften aus der Fächergruppe haben, je nach organisatorischen und pädagogischen schulinternen Überlegungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine solche „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie‘ für alle“ ist als pädagogische Neuerung ein Gewinn für die Schüler*innen und damit für unsere Gesellschaft, die allerdings auch ihren Preis hat: Für die Religionsgemeinschaften als bislang je alleinigen “Trägern“ des bekenntnisgebundenen Religionsunterrichts bedeutet die „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie‘ für alle“ eine Minderung „ihrer“ Religionsstunden um den Umfang des Integrationsmoduls. Für die Befürworter*innen einer reinen Religionskunde bedeutet die „Fächergruppe ‚Religion – Philosophie ‘ für alle“ die curricular bestimmte Auseinandersetzung mit religiösen Perspektiven im Integrationsmodul, in dem auch speziell für das Integrationsmodul geschulte Religionslehrkräfte zum Einsatz kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fußnote 1: <a href="_ftnref1">Mit dem Terminus „Philosophie“ sind in diesem Positionspapier die jeweiligen alternativen Fächer zum Religionsunterricht in den einzelnen Bundesländern benannt: „Praktische Philosophie“ (NRW), „Ethik“ (Baden-Württemberg; Bayern; Berlin; Hamburg; Hessen; Rheinland-Pfalz; Sachsen; Thüringen), „Ethikunterricht“ (Sachsen-Anhalt, ...), „Werte und Normen“ (Niedersachsen), „Philosophie“ (Bremen; Hamburg; Schleswig-Holstein), „Allgemeine Ethik“ (Saarland); „Philosophieren mit Kindern“ (Mecklenburg-Vorpommern). </a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="_ftnref2">Fußnote 2: Der Begriff der „Fächergruppe“ geht zurück auf die EKD-Denkschrift „Identität und Verständigung“ (bes. S. 73-81), in der die EKD den „bildungstheoretischen Rang dieser Fächergruppe als Pflichtbereich unterstreicht“ (34): Identität und Verständigung. Standort und Perspektiven des Religionsunterrichts in der Pluralität (EKD-Denkschrift), Gütersloh 1994.</a></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 19 Oct 2022 21:50:20 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: Sexuelle Selbstbestimmung und achtsamer Umgang mit ungeborenem Leben </title>
                        <link>https://bag-christ-innen.antragsgruen.de/bag-christ-innen/Sexuelle-Selbstbestimmung-und-achtsamer-Umgang-mit-ungeborenem-Leben-324</link>
                        <author>Alexandra Cäsar und Gunnar Bach (LAG Rheinland-Pfalz)</author>
                        <guid>https://bag-christ-innen.antragsgruen.de/bag-christ-innen/Sexuelle-Selbstbestimmung-und-achtsamer-Umgang-mit-ungeborenem-Leben-324</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Stellungnahme zum Beschluss V-25</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung durchsetzen – Schwangerschaftsabbrüche entkriminalisieren!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sexuelle Selbstbestimmung und achtsamer Umgang mit ungeborenem Leben </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Problematisierung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir begrüßen das im Beschluss formulierte Ziel, Frauen umfassend zu schützen und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sehen den Antrag allerdings kritisch, da überhaupt nicht vom Schutz des ungeborenen Lebens gesprochen wird. Wir sehen in anderen Ländern, zu welchen grotesken Diskussionen es kommt, wenn Frauenrechte und Schutz ungeborenen Lebens gegeneinander ausgespielt werden. In Deutschland hingegen kennen wir bereits einen langen Diskurs und leben mit den daraus entspringenden Kompromissen in der aktuellen gesetzlichen Regelung. Diese Regelung ist zwar alles andere als zufriedenstellend, eben ein Kompromiss. Allerdings sehen wir es nicht als Zugewinn an, wenn in einem neuen Gesetzentwurf zwar die Rechte auf sexuelle Selbstbestimmung von Frauen ausgeweitet werden, vom Schutz ungeborenen Lebens aber gar keine Rede mehr ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir möchte explizit betonen, dass wir nicht mit „radikalen Lebensschützern“ konform gehen, die vor Arztpraxen demonstrieren etc., andererseits sehen wir aber die Sorge um den Schutz der unantastbaren, unveräußerlichen und gleichen personalen Würde aller Menschen. (Da wissenschaftlich kein exakter Zeitpunkt zum Beginn des menschlichen Lebens bestimmt werden kann, müssen wir vom frühestmöglichen Zeitpunkt ausgehen.)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir brauchen also ein Gesetz, dass Schutz von Frauen vor Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt sowie die Verteidigung ihrer körperlichen und seelischen Unversehrtheit gewährleistet, gleichermaßen aber auch den Schutz des ungeborenen Lebens, seiner Menschenwürde und seines Rechts auf Leben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Debatte über rechtliche Regelungen zur Abtreibung könne nicht sinnvoll geführt werden, wenn wir einem vereinfachenden Schwarz-Weiß-Muster diskutieren – ebendies tut allerdings der vorliegende Beschluss der 48. Bundesdelegiertenkonferenz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Forderungen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland ist der Thema Schwangerschaftsabbruch derzeit im Strafgesetzbuch verankert, Schwangerschaftsabbrüche bleiben aber unter den im §218 genannten Voraussetzungen straffrei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stimmen zu, dass Schwangerschaftsabbrüche entkriminalisiert werden müssen – deshalb gehen wir konform mit der Forderung, Schwangerschaftsabbrüche aus dem Strafgesetzbuch auszulagern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dennoch ist eine gesetzliche Reglung notwendig. Dementsprechend fordern wir die Formulierung eines Gesetzes außerhalb des Strafgesetzbuchs, welches Frauenrechten und Rechten von Ungeborenen gleichermaßen gerecht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern, dass eine gesetzlich vorgeschriebene Beratung bleibt – auch mit der bestehenden Wartezeit von drei Tagen. Wir fordern, dass diese Beratungsmöglichkeiten ausgeweitet werden und dass umfassende psychologische Betreuungssmöglichkeiten angeboten werden, damit Frauen, die sich in einer Notsituation befinden, aufgefangen werden können. Medizinisches Personal und beratendes Personal sollten dabei zusammen arbeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sexuelle Selbstbestimmung fängt nicht erst an, wenn eine Frau ungewollt schwanger ist! Sexuelle Selbstbestimmung bedeutet, dass eine freie sexuelle Identitätsfindung aller Menschen gewährleistet wird. Damit vermeidet man Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen und hilft mit, dass Frauen seltener in Notsituation geraten, womit auch ungewollte Schwangerschaften verhindert werden können. Demnach fordern wir einen massiven Ausbau von Aufklärung! Aufklärung in Familien, in Kitas, in Schulen – in allen Einrichtung, in denen mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird. Wir fordern ausgeweitete Bildungsangebote, die Kinder und Jugendliche in der Phase ihrer sexuellen Identitätsfindung vorurteilsfrei unterstützen, beraten und begleiten. Für Schulen sollte fächerübergreifender Sexualkundeunterrichts ins Auge gefasst werden, in welchem Kinder und Jugendliche umfassend über biologische, soziale, ethische, zwischenmenschliche Aspekte von Sexualität und Partnerschaft sprechen können. So können Kinder und Jugendliche zu selbstbestimmten Menschen heranwachsen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zudem fordern wir eine Gesetzesvorlage, die Schwangerschaftsabbrüche für Frauen in Notlagen regelt, ebenso wie Schwangerschaftsbrüche bei prognostizierten Behinderungen. Das Gesetz sollte gleichermaßen das Recht von Frauen auf sexuelle Selbstbestimmung, ebenso wie den Schutz ungeborenen, behinderten Lebens in den Blick nimmt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mähren, den 18.10.2022</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gez. Alexandra Cäsar, BAG-Delegierte Rheinland-Pfalz und LAG-Sprecherin RLP</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gez. Gunnar Bach, LAG-Sprecher und Ersatzdelegierter RLP</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 19 Oct 2022 14:17:12 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A4: Sexuelle Selbstbestimmung und achtsamer Umgang mit ungeborenem Leben </title>
                        <link>https://bag-christ-innen.antragsgruen.de/bag-christ-innen/Sexuelle-Selbstbestimmung-und-achtsamer-Umgang-mit-ungeborenem-Leben-51061</link>
                        <author>Alexandra Caesar und Gunnar Bach (LAG Rheinland-Pfalz)</author>
                        <guid>https://bag-christ-innen.antragsgruen.de/bag-christ-innen/Sexuelle-Selbstbestimmung-und-achtsamer-Umgang-mit-ungeborenem-Leben-51061</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Stellungnahme zum Beschluss V-25</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung durchsetzen – Schwangerschaftsabbrüche entkriminalisieren!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sexuelle Selbstbestimmung und achtsamer Umgang mit ungeborenem Leben </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Problematisierung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir begrüßen das im Beschluss formulierte Ziel, Frauen umfassend zu schützen und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sehen den Antrag allerdings kritisch, da überhaupt nicht vom Schutz des ungeborenen Lebens gesprochen wird. Wir sehen in anderen Ländern, zu welchen grotesken Diskussionen es kommt, wenn Frauenrechte und Schutz ungeborenen Lebens gegeneinander ausgespielt werden. In Deutschland hingegen kennen wir bereits einen langen Diskurs und leben mit den daraus entspringenden Kompromissen in der aktuellen gesetzlichen Regelung. Diese Regelung ist zwar alles andere als zufriedenstellend, eben ein Kompromiss. Allerdings sehen wir es nicht als Zugewinn an, wenn in einem neuen Gesetzentwurf zwar die Rechte auf sexuelle Selbstbestimmung von Frauen ausgeweitet werden, vom Schutz ungeborenen Lebens aber gar keine Rede mehr ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir möchte explizit betonen, dass wir nicht mit „radikalen Lebensschützern“ konform gehen, die vor Arztpraxen demonstrieren etc., andererseits sehen wir aber die Sorge um den Schutz der unantastbaren, unveräußerlichen und gleichen personalen Würde aller Menschen. (Da wissenschaftlich kein exakter Zeitpunkt zum Beginn des menschlichen Lebens bestimmt werden kann, müssen wir vom frühestmöglichen Zeitpunkt ausgehen.)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir brauchen also ein Gesetz, dass Schutz von Frauen vor Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt sowie die Verteidigung ihrer körperlichen und seelischen Unversehrtheit gewährleistet, gleichermaßen aber auch den Schutz des ungeborenen Lebens, seiner Menschenwürde und seines Rechts auf Leben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Debatte über rechtliche Regelungen zur Abtreibung könne nicht sinnvoll geführt werden, wenn wir einem vereinfachenden Schwarz-Weiß-Muster diskutieren – ebendies tut allerdings der vorliegende Beschluss der 48. Bundesdelegiertenkonferenz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Forderungen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland ist der Thema Schwangerschaftsabbruch derzeit im Strafgesetzbuch verankert, Schwangerschaftsabbrüche bleiben aber unter den im §218 genannten Voraussetzungen straffrei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stimmen zu, dass Schwangerschaftsabbrüche entkriminalisiert werden müssen – deshalb gehen wir konform mit der Forderung, Schwangerschaftsabbrüche aus dem Strafgesetzbuch auszulagern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dennoch ist eine gesetzliche Reglung notwendig. Dementsprechend fordern wir die Formulierung eines Gesetzes außerhalb des Strafgesetzbuchs, welches Frauenrechten und Rechten von Ungeborenen gleichermaßen gerecht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern, dass eine gesetzlich vorgeschriebene Beratung bleibt – auch mit der bestehenden Wartezeit von drei Tagen. Wir fordern, dass diese Beratungsmöglichkeiten ausgeweitet werden und dass umfassende psychologische Betreuungssmöglichkeiten angeboten werden, damit Frauen, die sich in einer Notsituation befinden, aufgefangen werden können. Medizinisches Personal und beratendes Personal sollten dabei zusammen arbeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sexuelle Selbstbestimmung fängt nicht erst an, wenn eine Frau ungewollt schwanger ist! Sexuelle Selbstbestimmung bedeutet, dass eine freie sexuelle Identitätsfindung aller Menschen gewährleistet wird. Damit vermeidet man Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen und hilft mit, dass Frauen seltener in Notsituation geraten, womit auch ungewollte Schwangerschaften verhindert werden können. Demnach fordern wir einen massiven Ausbau von Aufklärung! Aufklärung in Familien, in Kitas, in Schulen – in allen Einrichtung, in denen mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird. Wir fordern ausgeweitete Bildungsangebote, die Kinder und Jugendliche in der Phase ihrer sexuellen Identitätsfindung vorurteilsfrei unterstützen, beraten und begleiten. Für Schulen sollte fächerübergreifender Sexualkundeunterrichts ins Auge gefasst werden, in welchem Kinder und Jugendliche umfassend über biologische, soziale, ethische, zwischenmenschliche Aspekte von Sexualität und Partnerschaft sprechen können. So können Kinder und Jugendliche zu selbstbestimmten Menschen heranwachsen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zudem fordern wir eine Gesetzesvorlage, die Schwangerschaftsabbrüche für Frauen in Notlagen regelt, ebenso wie Schwangerschaftsbrüche bei prognostizierten Behinderungen. Das Gesetz sollte gleichermaßen das Recht von Frauen auf sexuelle Selbstbestimmung, ebenso wie den Schutz ungeborenen, behinderten Lebens in den Blick nimmt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mähren, den 18.10.2022</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gez. Alexandra Cäsar, BAG-Delegierte Rheinland-Pfalz und LAG-Sprecherin RLP</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gez. Gunnar Bach, LAG-Sprecher und Ersatzdelegierter RLP</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 19 Oct 2022 14:13:49 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1: Positionspapier zum Selbstverständnis der BAG</title>
                        <link>https://bag-christ-innen.antragsgruen.de/bag-christ-innen/motion/51603</link>
                        <author>Schreibgruppe des Koordinierungskreises zum Selbstverständnis-Papier (dort beschlossen am: 11.10.2022)</author>
                        <guid>https://bag-christ-innen.antragsgruen.de/bag-christ-innen/motion/51603</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bundesarbeitsgemeinschaft Christ:innen bei</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bündnis 90 / Die Grünen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ein Positionspapier zum Selbstverständnis </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>in ökumenischer und interreligiöser Weite</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><em>Unsere Wurzeln</em></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) ist eine Gruppe kritisch-wachsamer Christ*innen innerhalb der Partei Bündnis 90 / Die Grünen, in der sich auch Personen engagieren, die anderen Religionsgemeinschaften angehören oder selbst nicht religiös gebunden sind. Die Arbeit unserer BAG begann in den 1980er Jahren aus der Tradition der Evangelischen Kirchentage und katholischer Laienbewegungen heraus mit dem Ziel, das christliche Potential für die politische Arbeit in der Gesellschaft und innerhalb der Partei ökumenisch fruchtbar zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir beteiligen uns an der Entwicklung inhaltlicher Konzepte und Strategien grüner Politik, d.h. wir leisten unseren Beitrag zur programmatischen Arbeit der Partei, erschließen Fachwissen, leisten Netzwerkarbeit, insbesondere bei Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften, Verbänden, Initiativen und wissenschaftlichen Institutionen und wirken bei der Ansprache von Zielgruppen mit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><em>Unsere</em></strong><em><strong>Motivation</strong></em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Denken und Handeln in Gesellschaft und Politik ist geprägt und motiviert von der Verantwortung gegenüber Gott, den Menschen und der Welt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In all dem wissen wir uns verbunden mit den Transzendenzerfahrungen und dem Weltverantwortungsbewusstsein unserer jüdischen und muslimischen Geschwister sowie mit anderen religiösen und religionsfreundlich orientierten Menschen in unserer Partei und über diese hinaus. Gemeinsam mit vielen Menschen aus allen Religionen sind wir davon überzeugt, dass ein aufgeklärt-rationales Glaubensverständnis unsere politische Arbeit profiliert und für unsere Partei und unsere Gesellschaft ein Gewinn ist. Unsere Überzeugungen und unser Denken finden ihren wissenschaftlichen Rückhalt auch in einer zeitgemäßen Theologie, die interreligiös und dialogisch ausgerichtet ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir betonen die <em>Verantwortung</em> unseres Denkens und Handelns für alles Leben, alle Mitmenschen und unsere ganze Mitwelt. Diese Verantwortung befreit aus selbstbezogenen Egoismen und eröffnet Optionen <em>für ein solidarisches Handeln</em> gegenüber allen Menschen, allen Lebewesen und der gesamten Natur. Wir erachten jedes Leben als schützenswert und treten ein für eine Politik, die das Lebensrecht jedes Lebens inmitten anderen Lebens achtet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir nehmen Vielfalt als Gegebenheit des Lebens wahr und verstehen die religiöse, kulturelle, sexuelle und andere <em>Diversität</em> als Bereicherung für den Einzelnen, für die Gesellschaft sowie für die Staaten- und Weltgemeinschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir treten ein für eine unbedingte Wahrung der <em>Menschenwürde</em> in Form der Nächstenliebe und der allgemeinen Menschenrechte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir unterstützen die Idee der „Feindesliebe“, die wir als stetes Bemühen deuten, auch die Perspektive derer, mit denen wir politisch ringen, in ihrer Eigensicht wahrnehmen zu wollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir engagieren uns für den <em>Dialog der Religionen</em>, der Wege friedlicher Koexistenz über innere und äußere Grenzen hinweg als Beitrag für eine friedlichere Welt eröffnet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir verstehen <em>Gerechtigkeit</em> radikal als Recht auf Teilhabe aller an natürlichen Ressourcen sowie auf Teilnahme aller am gesellschaftlichen Leben in der einen Welt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><em>Unsere Themen</em></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Da Religion ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens und Diskurses ist, diskutiert die BAG Christ*innen die religiös fundierten Werte unserer (Welt-)Gesellschaft und Kultur im Rahmen einer postsäkularen, multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft und entwickelt sie im Blick auf politische Handlungsfelder weiter.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In diesem Sinne fördern wir Diskurse zu wichtigen Themen innerhalb der Partei, wie z.B.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zur Friedenspolitik (z.B. Sicherheit neu denken, Ächtung von Atomwaffen, …),</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zur Religionspolitik als Vielfaltspolitik (z.B. Grundrechtsfragen, Antidiskriminierungsfragen, …),</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zur interreligiösen und multireligiösen Verständigung in der Gesellschaft (z.B. Interreligiöses Lernen, Religionsunterricht für alle, …),</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zur Sozial- und Wirtschaftsethik (z.B. Postwachstumsökonomie, Gemeinwohlökonomie, …),</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zu gesellschaftsrelevanten ethischen Fragen (z.B. Sterbehilfe, Organtransplantation, Agrogentechnik, Gentechnik, …),</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zum Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften (z.B. Ablösung der Staatsleistungen, kirchliches Arbeitsrecht, Religionsunterricht, Kirchensteuer, Perspektiven für ein modernes Religionsverfassungsrecht, …).</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><em>Unsere Struktur und Kooperationspartner*innen</em></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die BAG setzt sich aus Delegierten aus den Landesverbänden, der Grünen Jugend, der Delegierten aus den Landtagsfraktionen, der Bundestagsfraktion, der Fraktion im Europäischen Parlament und des Bundesvorstands sowie berufenen kooptierten Mitgliedern zusammen und tagt mindestens zweimal jährlich. Gäste sind willkommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die BAG sucht kontinuierlich den Kontakt mit Vertreter*innen der Kirchen und Religionsgemeinschaften und nimmt regelmäßig u.a. an evangelischen Kirchentagen, Katholikentagen und anderen öffentlichen Diskursprozessen teil. Sie betreibt Netzwerkarbeit, um in der Partei je aktuell das Nachdenken über die ethischen Grundlagen politischen Handelns anzustoßen und für ein zivilgesellschaftliches Engagement zu werben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die BAG Christ*innen verfasst Positionspapiere sowie Anträge, organisiert Fachveranstaltungen sowie Tagungen und engagiert sich in interreligiösen Diskursen sowie gesellschaftlich-politischen Diskussionen. Sie versucht in diesem Sinne progressiv-religiöse Menschen in Deutschland (und Europa) zusammenzuführen. Die BAG Christ*innen sieht sich dabei in Ablehnung fundamentalistischer und gewaltbereiter Positionen konsequent der Förderung von Demokratie und der Sicherung von Frieden verpflichtet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die BAG Christ*innen arbeitet bei Themen, die nicht die Religionspolitik alleine betreffen oder ethische Aspekte beinhalten, eng mit den jeweils zuständigen anderen Bundesarbeitsgemeinschaften zusammen (z.B. BAG Bildung. BAG Frieden und Internationales, BAG Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, …). Seit 2016 arbeitet die BAG Christ*innen in einer Dachstruktur mit der BAG Säkulare Grüne zusammen, z.B. bei Fragen des Religionsverfassungsrechts. Seit 2019 unterstützt die BAG verstärkt interreligiöse Formate, v.a. mit Muslim*innen und Jüdinnen und Juden in der Partei. Seit 2021 beteiligt sich die BAG Christ*innen am europäischen Netzwerk „European Green Progressive Interfaith Coalition“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Weitere Informationen unter: </em><a href="http://www.gruene-bag-christinnen.de"><em>www.gruene-bag-christinnen.de</em></a></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 14 Oct 2022 14:05:44 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>